Kompetenzfeld 06

Gastronomie & Hotellerie

Kaum ein Gewerbe wird so genau geprüft wie die Gastronomie. Wer hier sauber aufgestellt ist, übersteht eine Prüfung deutlich ruhiger.

Worum es geht

Gastronomie ist steuerlich ein Bargeldgeschäft mit hoher Personalquote und knapper Marge. Genau diese Kombination macht sie zum Schwerpunkt der Finanzverwaltung: Kassennachschau ohne Ankündigung, Verprobung der Umsätze über Kalkulation und Zeitreihen, Lohnprüfungen bei Aushilfen. Ein formeller Mangel an der Kasse kann genügen, damit die Buchführung verworfen und hinzugeschätzt wird.

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen der ermäßigte Satz von sieben Prozent. Sie entlastet, erzeugt aber ein neues Dauerthema: Getränke bleiben bei 19 Prozent, also muss bei jedem Menü, jedem Buffet und jedem Gutschein sauber aufgeteilt werden. Wir richten das so ein, dass es im Tagesgeschäft trägt und einer Prüfung standhält.

Das leisten wir

Kasse prüfungsfest aufsetzen

Technische Sicherheitseinrichtung, Belegausgabe, Einzelaufzeichnung und Verfahrensdokumentation. Der häufigste und teuerste Angriffspunkt überhaupt.

Sieben und 19 Prozent trennen

Aufteilung bei Menüs, Buffets, Business-Paketen und Gutscheinen, sauber im Kassensystem hinterlegt statt nachträglich geschätzt.

Personal ohne Nachzahlung

Aushilfen, Minijobs, Zuschläge und Personalverpflegung richtig abgerechnet, bevor die Lohnprüfung darauf stößt.

Kalkulation gegenrechnen

Wir verproben Ihre Zahlen selbst, mit denselben Methoden wie der Prüfer. Überraschungen gehören vor die Prüfung, nicht hinein.

Datenblatt
BetriebeRestaurants, Hotels, Cafés, Catering, Foodtrucks
Speisen seit 20267 Prozent, auch beim Verzehr vor Ort
GetränkeWeiterhin 19 Prozent, Aufteilung erforderlich
PrüfungsschwerpunkteKassenführung, Kalkulation, Lohn

Häufige Fragen

Gilt der ermäßigte Satz auch für Getränke?

Nein. Seit dem 1. Januar 2026 gelten für Speisen sieben Prozent, für Getränke bleibt es bei 19 Prozent. Bei Kombiangeboten zu einem Pauschalpreis muss das Entgelt aufgeteilt werden. Die Finanzverwaltung beanstandet es nicht, wenn der Getränkeanteil dabei pauschal mit 30 Prozent des Pauschalpreises angesetzt wird.

Was passiert bei einer Kassennachschau?

Ein Prüfer kann ohne Ankündigung während der Geschäftszeiten erscheinen, die Kasse einsehen und einen Kassensturz verlangen. Fehlen Verfahrensdokumentation oder technische Sicherheitseinrichtung, kann daraus unmittelbar eine Außenprüfung werden.

Wie kommt das Finanzamt auf Mehrumsätze?

Über Verprobung: Ausbeutekalkulation aus dem Wareneinsatz, Zeitreihenvergleich und statistische Verfahren. Dagegen hilft vor allem eine eigene, dokumentierte Kalkulation, die die Besonderheiten des Betriebs erklärt.

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